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ALPGOLD Winter 2020/2021

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Die schönsten Skigebiete in der Region, Ausflugsziele, Reportagen, Salzburg, Bad Reichenhall und Berchtesgaden. Winterwandern und Sport. In der neuen ALPGOLD Winter Ausgabe finden Sie alles. Viel Spass beim Lesen!

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INTERVIEW Ramona Hofmeister Snowboarderin (Nationalmannschaft des Deutschen Snowboard Verbandes) im Interview Seit wann stehst du auf dem Snowboard? Seit ich vier Jahre alt bin. Ich habe zwei ältere Schwestern. Beide fahren Snowboard. Ich habe auch aufs Brett wollen und stehe bis jetzt darauf – mit Leidenschaft. Worin liegt der Reiz? Ich bin ein absoluter Wettkampftyp. Ich liebeKopf-an-Kopf- Duelle – und natürlich das Boarden. Zu Beginn der Weltcup- und WM-Saison bin ich top motiviert. Vom WSV Bischofswiesen in die Nationalmannschaft des Deutschen Snowboard Verbandes – Wie fühlt sich der Karrieresprung an? Wahnsinnig gut – selbstverständlich! Ich bin meinem Heimatverein sehr dankbar. Er unterstützt mich seit jeher. Der Karrieresprung ist vielmehr ein Prozess gewesen über viele Jahre mit vielen Kinderund Jugendrennen, FIS-Rennen, Europacups, Weltcups – und jetzt die WM und die Olympischen Spiele. Ich bin stolz, mich in der Nationalmannschaft von Snowboard Germany wiederfinden zu dürfen. Erinnerst du dich an dein erstes Rennen - an die letzten Minuten vor dem Start? Gewiss aufregend! Ist das heute ein ähnliches Gefühl? Speziell an das erste Rennen erinnere ich mich nicht mehr. Vielleicht meine Eltern? Doch ich erinnere mich an viele Kinderrennen. Aufregend! Ich bin nie der Typ gewesen, der unfassbar nervös gewesen ist vor dem Start – wobei, als Kind gewiss mehr als heute. Heute ist alles mehr Routine. Zu jedem Rennen gehört ein wenig Aufregung und Anspannung dazu. Ich mag das Gefühl vor dem Start sehr gerne. Es passiert viel um mich herum, während ich mich fokussiere auf sechs möglichst perfekte Fahrten. Im Team der Nationalmannschaft des Deutschen Snowboard Verbandes nimmst du an Rennen des Riesenslalomsund Parallel-Riesenslaloms teil. Warum gerade Riesen slalomsund Parallel-Riesenslalom? Riesenslalom- und Parallel-Riesenslalom machen mir seit jeher Spaß. Im Kindesalter bin ich Rennen verschiedener Disziplinen gefahren. Mit dem Alter heißt es sich zu spezialisieren. Parallele Duelle geben den extra Kick. Vergangenen Winter warst du nicht aufzuhalten. Du hast viele Erfolge gefeiert. Welche denn? Ja, – alles hat gepasst. Glücklicherweise konstant die ganze Saison! Das Ergebnis: sechs Weltcupsiege, zwei Weltcupsiege im Team mit Stefan Baumeister, ein zweiter und ein dritter Platz im Weltcup. Die perfekte Saison habe ich abrunden dürfen mit zwei Kristallkugeln. Wie bereitest du dich auf die bevorstehende Saison vor? Die Vorbereitung beginnt unmittelbar nach der abgeschlossenen Saison im April/Mai mit dem Sommertraining. Ab Juli geht es wieder aufs Board. Wie beeinflusst der Sport deinen Alltag? Ich bewege mich ohnehin gerne. Ich kann aber auch gut einfach nichts zu tun und mich regenerieren (lacht). Wie beeinflusst die aktuelle Corona-Situation deinen Sport? Zu Beginn der Pandemie ist alles einfach gewesen. Ich habe das beste aus der Situation gemacht und zu Hause die Grundlagenausdauer allein mit Radfahren oder Laufen trainiert. Die Kraft habe ich nur eingeschränkt trainieren können. Aber alles machbar! Ich bin trotz Corona gut vorbereitet auf die kommende Saison. Jetzt, wo die Rennen näher rücken und sich stetig kurzfristig etwas ändert, belastet die Corona-Situation. Ein Lehrgang ist geplant. Ist es schon fix, dass die Wettkampsaison stattfindet wie geplant? Schwierige Frage! Es ändert und verschiebt sich viel. Ich denke dieses Hin- und Her wird mich die gesamte Saison begleiten. Ich mache mich nicht verrückt, hoffe, dass möglichst viele Rennen stattfinden. Im Februar steht die WM in China an. Der Termin ist bislang weder bestätigt noch abgesagt. Im besten Fall – dein Ziel? Ein gutes und stabiles Renngefühl – und klar, den Gesamtweltcupsieg der vergangenen Saison bestmöglich bestätigen und den Titel verteidigen. Bei der WM ist ein Podestplatz das große Ziel. Im Frühling hast du Mund-Nasen-Schutzmasken genäht. Ist Nähen eine Leidenschaft geworden – wie Klavier spielen? Nein zur Leidenschaft ist es nicht geworden (lacht). Doch es hat Spaß gemacht. Ich habe die Zeit sinnvoll genutzt und anderen geholfen. Nähen ist nicht einfach. Meine Mama hat mir erst einmal Unterricht geben müssen. Riesenslalom und Parallelriesenslalom – deine Spezialitäten auf dem Board. Welches Lied ist dein Favorit auf dem Klavier und welcher Kuchen gelingt immer? Auf dem Klavier ist mein Lieblingslied „River flows in you-Yiruma“. Der Kuchen, der immer gelingt, ist tatsächlich der Weihnachtskuchen von meiner Mama – ein Apfelkuchen. Ich backe ihn nicht nur im Winter. Mit frischen Äpfeln wird er schön saftig. Lecker! Ramona Hofmeister | 24 Jahre | Wohnort: Bad Reichenhall Beruf: Polizeivollzugsbeamtin bei der Bayerischen Polizei im Spitzensport Programm | Familie: Eltern, zwei Schwestern 61

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