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ALPGOLD Sommer 2018

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AUSFLUGSZIEL 40 Jahre

AUSFLUGSZIEL 40 Jahre Nationalpark Berchtesgaden Allen Grund zum Feiern hat der Nationalpark Berchtesgaden in diesem Jahr. Schließlich feiert er sein vierzigjähriges Jubiläum mit einem großen Sonderprogramm, das über 30 interessante Veranstaltungen bereithält. Highlights sind darüber hinaus der Festakt am 1. August, die historische Holztrift am 9. September und ein »Fest für Alle« mit vielen Attraktionen am 3. Oktober. Drei Nationalparkleiter mit Visionen Dr. Hubert Zierl legte als erster Leiter am 1. August 1978 die Grundsteine, klärte unermüdlich die Vorbehalte in der Bevölkerung auf und setzte sich für Anerkennung und Wertschätzung des zweiten bayerischen Nationalparks ein. Dr. Michael Vogel, Nationalpark-Chef von 2001 bis 2017, setzte die Arbeit seines Vorgängers engagiert fort und verlieh dem Nationalpark Berchtesgaden eine zunehmend internationale Note. Sein Nachfolger wurde 2017 Forstwissenschaftler Dr. Roland Baier. Sein Motto für die Zukunft: Das Zulassen natürlicher Dynamik ohne Ziel und Endzustand als Schlüssel zum Erfolg für Natur und Mensch. Heute ist der einzige alpine Nationalpark Deutschlands nicht nur ein Zentrum der Artenvielfalt, sondern auch einer der größten Arbeitgeber der Region und ein international bestens vernetztes Schutzgebiet. Ein Blick zurück „… Wieder andere nehmen Frauenspersonen mit, die die gefrevelten Edelweiß unter den Kleidern tragen. Wer wird es wagen, im Gelände eine Leibesvisitation vorzunehmen?“. Diese amüsante Aussage eines Oberforstrates aus dem Jahr 1928 mag heutzutage zum Schmunzeln anregen, zeigt sie aber doch, das Naturschutzwillige auch schon damals mit Problemen zu kämpfen hatte. Gewerbsmäßig wurden Pflanzen, Tiere und überhaupt alles Interessante aus der Region rund um Watzmann und Königssee von Sammlern abtransportiert und verkauft. Eine Folge des blühenden Alpentourismus dieser Zeit, denn das Naturschutzgebiet Königssee hatte sich bereits in den Zwanzigerjahren zu einem beliebten Ferien, Erholungs -und Freizeitgebiet entwickelt. Als 1910 der „Pflanzenschonbezirk Berchtesgadener Alpen“ gegründet wurde, gab es bereits seit zehn Jahren den Verein zum Schutze und zur Pflege der Alpenpflanzen, der sich zum Ziel gesetzt hatte, diese einzigartige Hochgebirgslandschaft mit seinen ursprünglichen Reizen für die Zukunft zu erhalten. Schon der Reiseschriftsteller Heinrich Noe schwärmte 1898: „Berchtesgaden ist der Yellowstone-Park der deutschen Alpen“. Bis 1921 hatte der 8.300 ha große Pflanzenschonbezirk, im hinteren Bereich des Königssees gelegen, Bestand, dann wurde er vergrößert. Auf gut 20.000 ha wuchs das Schutzgebiet an, ergänzt um die Gebirgsstöcke von Watzmann und Hochkalter, Wimbach -und Klausbachtal sowie einige Teilen der Reiteralm- an. „Dieses einzigartige Gebiet soll vor dem Menschen geschützt werden für den Menschen, nicht nur den heutigen sondern auch den künftigen, es soll erhalten bleiben in seiner Ursprünglichkeit und Kraft, in seiner Unberührtheit und majestätischen Schönheit auch für spätere Geschlechter“- ein Zitat von Professor 38

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