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ALPGOLD Sommer 2018

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Wie lange dauert es, bis

Wie lange dauert es, bis Abfall am Berg verrottet? Darf man am Berg den Apfelstrunk oder die Bananenschalen wegwerfen? Und wie lange dauert es, bis der Abfall am Berg verrottet? Wer kennt es nicht: nach der kleinen Stärkung beim Berggehen bleibt der Strunk vom Apfel übrig, man will ihn nicht wieder einpacken, um ihn zu Hause zu entsorgen und wirft ihn ins Gebüsch. – dort verrottet er schnell oder wird von Tieren gefressen. Ganz anders verhält es sich bei der Bananenschale: die Schalen von Tropenfrüchten verrotten zwar auch, brauchen in unserem Klima aber viel länger, bis sie sich zersetzen. Üblicherweise sind Banane mit Pestiziden und Spritzmitteln behandelt, wodurch die Schale für Tiere ungenießbar und sogar schädlich ist. Deshalb empfiehlt es sich, eine gesunde und umweltverträgliche Jause mit auf den Berg zu nehmen. Ein belegtes Brot mit gekochtem Ei in einer Brotzeitbox oder einheimisches Obst spendet viel Energie und produziert nur minimal Müll. Die umweltgerechte Abfallentsorgung sollte allen Natur- und BergliebhaberInnen am Herzen liegen. Die unsachgemäße Entsorgung von Müll, wozu übrigens auch Obst- und Lebensmittelreste gehören, ist strafbar. Deshalb: Wenn am Berg Müll anfällt, und sei es nur vom Apfel oder einer Banane, 16 wieder zurück in den Rucksack packen und im Tal sachgemäß entsorgen. Denn was man raufgetragen hat, schafft man sicher auch wieder runter. Wir Menschen, die Tieren und die Pflanzen sind alle miteinander verbunden. Wenn wir die Natur nicht respektieren, leidet sie und wir mit ihr. Engagement für "Saubere Berge" Der Österreichische Alpenverein (ÖAV) setzt sich als „Anwalt der Alpen“ dafür ein, dass die Natur in ihrer Schönheit und Ursprünglichkeit erhalten bleibt. Bereits 1970 ruft der Bergsportverein die Aktion „Saubere Berge“ ins Leben. Mit Schildern wird darauf hingewiesen, keine Abfälle zurück zu lassen und die Berge sauber zu halten. Das Thema „Müll am Berg“ wird seitdem in vielen Aktionen und Projekten des Alpenvereins immer wieder aufgegriffen und so Bewusstsein geschaffen. Zwei Jahre nach dem Start der Aktion „Saubere Berge“ rief das Umweltprogramm der Vereinten Nationen 1972 im Rahmen der ersten Weltumweltkonferenz in Stockholm den Weltumwelttag aus. Mittlerweile beteiligen sich jährlich rund 150 Staaten am „World Environment Day“ (WED) um auf die weltweite Naturzerstörung aufmerksam zu machen. Müll hat am Berg nichts verloren Mit der Zahl der Erholungssuchenden im Wald und am Berg steigt auch der Druck auf die Natur. Zigarettenstummel am Gipfel, leere Kunststoffflaschen am Weg, Müsliriegelverpackungen versteckt zwischen Steinen, Obstschalen und Taschentücher in der Wiese: was eigentlich zurück in den Rucksack und ins Tal gehört, landet leider noch viel zu oft in der Natur. Der Bergsportverein hat daher in den vergangenen Jahren mit seinen Sektionen im Rahmen des Projekts „Saubere Berge“ viele Aktionen und Projekte auf die Bei-

ne gestellt. „Der Alpenverein ist seit seiner Gründung stetig gewachsen, hat sich aber nicht nur als reiner Bergsportverein verstanden. 100 Jahre später sind wir uns mehr denn je bewusst, dass die Schönheit und einzigartige Natur der Alpen erhalten werden muss“, so der Alpenvereinspräsident Dr. Andreas Ermacora. Projekt „Alpen Littering“ Mit dem Projekt „Alpen Littering“ untersucht der Alpenverein in fünf österreichischen alpinen Pilotregionen, welche Abfälle wo in der Natur achtlos weggeworfen (= gelittert) werden. Durch Einbeziehung der lokalen Betroffenen, Experten und Naturnutzern werden die Problembereiche eingegrenzt, angepasste Maßnahmen entwickelt und deren Umsetzung initiiert. Das vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft geförderte Projekt wird vom Österreichischen Alpenverein, der Sektion Alpenverein Edelweiss, der Ressourcen Management Agentur und [science:talk] Institut für Verkehrssystemplanung durchgeführt. Aktion „Saubere Berge“ „Saubere Berge“ geht noch einen Schritt weiter als Flurreinigungen und Recycling. Der sparsame und achtsame Einsatz von Ressourcen aller Art ist auch im Bergsport ein relevantes Thema - besonders wenn es um die alpine Infrastruktur geht. Von der Planung bis zur Anreise und der Hüttenausstattung können hier wichtige Beiträge für einen kleineren ökologischen Fußabdruck geleistet werden. Um Wanderern das Müllsammeln so einfach wie möglich zu machen, statten der Alpenverein und sein Partner Almdudler seit Jahren Alpenvereinshütten mit Bio-Müllsackerln aus verrottbarer Maisstärke und passenden Sackerlspendern aus. Verrottungszeiten: Bananenschale: 1 - 3 Jahre Taschentuch: 1 - 5 Jahre Zigarettenstummel: 2 - 7 Jahre Kaugummi: 5 Jahre Nylonfasern: 60 Jahre Plastiksack: 120 Jahre Blechdose: 500 Jahre Plastikflasche: 500 - 1.000 Jahre Babywindel: 500 - 800 Jahre Styropo: 6.000 Jahre - nicht messbar Batterie: 100 - 1.000 Jahre Glasflasche (ganz) : bis zu 50.000 Jahre ALPGUIDE WEBPORTAL DER REGION HIER FINDEN SIE DIE BESTEN HOTELS SHOPS RESTAURANTS ENTDECKEN SIE DIE HIGHLIGHTS FÜR IHREN TRAUMURLAUB www.alpguide.net

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