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ALPGOLD WINTER 2019/2020

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Das Handwerk der Geigen

Das Handwerk der Geigen blüht in Goisern Die Geige, fast das einzige Musikinstrument, abgesehen von den rituellen Trommeln und griechischen Harfen, die vergöttert wurde. Eine Geige wurde als Analogon der menschlichen Stimme gebaut und entstand wie viele andere Musikinstrumente aus der langen Entwicklung der Musikkultur im Wandel von Stilen, Epochen und ästhetischen Ansichten. Seit Jahrhunderten wurden Technologien, Materialien und Methoden zu ihrer Herstellung entwickelt, die seit Mitte des 18. Jahrhunderts jedoch praktisch unverändert geblieben sind. Inzwischen ist die Violine eines der klassischsten Instrumente geworden. Kurz über den Komplex: Wichtige Punkte beim Geigenbau Der Körper der Geige ist das komplexeste Bauteil in Bezug auf Physik, Akustik und Materialbeständigkeit. Das Schaffen einer Violine vereint handwerkliche Fähigkeiten mit dem gewissen Gespür für Kunst. Der Musikinstrumentenbau beginnt immer mit der Auswahl des Holzes. Die Geige 68 besteht aus mehr als fünfzig verschiedenen Teilen, die jeweils aus verschiedenen, entsprechenden Holzarten bestehen. Die richtige Holzwahl ist gar nicht so einfach, denn ein perfektes Holz sollte flexibel und leicht sein, aber trotzdem widerstandsfähig. Das Klima bildet bei der Holzauswahl ein wichtiges Kriterium. Der beste Baum für die Herstellung einer Geige ist ein in den Bergen gewachsener Baum. In den Bergen ist der Baum plötzlichen Temperaturschwankungen ausgesetzt und nicht von Feuchtigkeit übersättigt. Viele Generationen von Handwerkern haben mit verschiedenen Materialien zur Herstellung der Geige (Pappel, Birne, Kirsche, Akazie, Zypresse, Walnuss) experimentiert, die Anforderungen der Akustik werden von Ahorn und Fichte am besten erfüllt. Keine zwei Violinen sind gleich. Der Bau und die Formgebung erfolgt in Handarbeit, je nach den verschiedenen akustischen Eigenheiten jedes Holzstückes. Saiteninstrumente zu bauen ist ein höchst komplexer Prozess, bei dem man bis zu 400 Arbeitsstunden investieren kann. Geigen aus Goisern: die Geschichte bis zur Gegenwart Es gibt viele Schulen und Anleitungen für den Geigenbau. Die bekanntesten Goiserer Geigenbauer, die ihr hoch spezialisiertes Werkzeug selbst herstellten, kamen aus den Familien Gändl, Perr und Keffer. Immer wieder brachten sie ausgezeichnete Streichinstrumente hervor. Ihre Instrumente waren nicht nur in der Region gefragt, sie exportierten sie auch nach Italien und Frankreich. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts war es mit der Violinenproduktion im Salzkammergut vorbei. Erst seit dem letzten Jahrzehnt knüpft man in Bad Goisern wieder intensiv an die Geigenbau Tradition an. Gegenwärtig gibt es etwa hundert Geigenbauer in Österreich, davon sind vier in Bad Goisern angesiedelt. Darunter sind Robert Grieshofer, Andreas Ott und Mizzi Costa, Gabriel Bauer sowie der Gitarrenbauer Christian Jablonski. Die Geigenbauer Costa und Ott führen eine Werkstatt für Streichund Zupfinstrumente, die sich „Mizzotti“ nennt. Sie bekommen Anfragen aus ganz

REPORTAGE Österreich sowie auch internationale Anfragen und bestehen seit mehr als zehn Jahren. Der Begriff „Goiserer Geigen“ bezieht sich auf die historischen Geigen aus der „Goiserer Schule“ und ist nicht nur im Salzkammergut gut bekannt, sondern in der Geigenszene in ganz Österreich und Bayern. Die Gandl-Geigen sind Teil des Goiserer Geigenbaus, der auf der Internationalen UNESCO Liste der immateriellen Kulturgüter steht. Geigenkunstwerke gehen raus Jedes Jahr am ersten Sonntag im September treffen sich Geiger aus der ganzen Region und auch aus dem benachbarten Ausland zum Geigenfest in Bad Goisern. Das ursprüngliche Geigenfest - der „Geign-Dischgu“ - findet in der Kirchengasse und am Brunnenplatz statt, wo die Musiker das freie Zusammenspiel mit anderen genießen. In den Mittagsstunden treffen Streicher aus ganz Österreich und Bayern ein, um sich zu Geigergruppen zu formieren. Das Festival hat kein Programm und jeder geigt nach Lust und Laune wunschgemäß der alten Tradition. Gerade dieser so entstehende Klangteppich an Melodien macht ihn aus, den Geigentag in Bad Goisern. Eine nach einer individuellen Skizze gefertigte Geige ist eine exklusive und sehr persönliche Sache. Der Herstellungsprozess neuer Instrumente unterliegt strengen Regeln, während die Kunst der Restaurierung ein hohes Maß an Kreativität erfordert. Wir alle hatten die Gelegenheit, die zarte Geigenmelodie zu genießen, aber es ist schwer vorstellbar, wie viel endlose Hingabe und Kompetenz ein Meister haben muss, um dieses Musikinstrument zu erschaffen. ALPGOLD DEZEMBER 2019 GUTSCHEIN DAS BETTWÄSCHE-OUTLET IN PIDING – NEBEN DEM TRIGEMA GEBÄUDE ESTELLA ® Shop · Lattenbergstraße 7 · 83451 Piding -20 % AUF ZWIRNJERSEY SPANNBETTTÜCHER Einlösbar im ESTELLA Shop in Piding vom 01.12.2019 bis 31.01.2020. Pro Person und Einkauf nur einmal einlösbar und nur gültig gegen Vorlage dieser Anzeige. Nicht in bar auszahlbar und nicht auf bereits reduzierte Ware einlösbar. ESTELLA.DE EST Piding_Alpgold Anz 20% Spanner_187x130mm_191128.indd 1 28.11.2019 15:06:40 69

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