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ALPGOLD Herbst 2019

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Der berühmt

Der berühmt berüchtigte Schrannendonnerstag Beliebter „Wochenmarkt für Landesprodukte“ © nd3000

SALZBURGS TOP SEHENSWÜRDIGKEITEN Es gibt solche Ereignisse, über die scheinbar bereits alles gesagt und geschrieben wurde. Dennoch kehren wir immer wieder zu Geschichten zurück, die ihre Traditionen auf wundersame Weise über viele Jahre bewahrt haben. Einer jener Orte ist die Salzburger Schranne. Seit seiner offiziellen Ernennung zum Wochenmarkt für Landesprodukte im Jahr 1906, ist die Schranne auch heute noch ein reiner Straßenmarkt, auf dem die Stände an den Markttagen in am frühen morgen auf- und zum Ende des Marktes täglich abgebaut werden. In seiner mehr als hundertjährigen Geschichte zählt der Markt, ebenso wie den Wiener Naschmarkt, zu den größten und bekanntesten Märkte Österreichs. Rund um die Andräkirche gegenüber des Schlosses Mirabell tagt der Schrannenmarkt auf ca. 3.500 m² jeden Donnerstag. In der Hauptsaison befinden sich dort um die 190 Marktstände unterschiedlichster Größen. Viele Stände mit landwirtschaftlichen Produkten sind bereits seit 2 oder sogar 3 Generationen auf dem Schrannenmarkt vertreten. Hier kann man spüren, dass dieser Bauernmarkt nicht nur modisch und unterhaltsam ist, sondern auch einigermaßen gewöhnlich und den Anwohnern vertraut ist. Am Morgen nach dem Joggen ist es schön, am Markt vorbeizuschauen, einen frisch zubereiteten Smoothie zu sich zu nehmen, Obst und Gemüse zum Frühstück zu kaufen und vielleicht ein Stück Käse von einer in der Region bekannten Molkerei. Das war natürlich nicht immer so wie die Geschichte der Salzburger Schranne zeigt. Markt mit Geschichte und Tradition “Schranne” war ursprünglich ein Wort für den Ort der Rechtssprechung in der Stadt. Unter freiem Himmel und öffentlich zog das Gericht viele Schaulustige an. Mit ihnen kamen auch fahrende Händler, die eigene Agrarprodukte zu verkaufen begannen. Die “Schranne” wurde von Erzbischof Colloredo im Jahre 1.788 als Kornspeicher erbaut und in den Jahren der Wirtschaftskrisen als günstige Einkaufsmöglichkeit gesehen. Vor allem der “Abverkauf” nach 12 Uhr war bestens besucht. Nachdem während des Zweiten Weltkrieges kein Markt stattfand wurde er danach einige Jahre in der Franz-Josef-Straße abgehalten und kehrte 1955 wieder zur Andräkirche zurück. Produkte für jeden Geschmack Die Schranne zeichnet sich durch ein sehr breites Angebot an verschiedenen Lebensmitteln und gärtnerischen Produkten aus. Die Produkte, die auf diesem Original-Bauern-Markt angeboten werden, sind – gleich wie vor 100 Jahren – vor allem landwirtschaftliche Produkte, wie Lebensmitteln mit Schwerpunkt Obst- und Gemüse, aber auch Fisch und Fleisch, köstliche Würste, Schinken, Speck, eine große Auswahl an verschiedenen Arten von Käse und mehr. Der Markt bietet viele lokale Spezialitäten, insbesondere Geselchtes und auch viele Imbissangebote, Kuchen und Getränke sowie Desserts und Backwaren. Verschiedene Blumen und Pflanzen, Kräuter sowie Kunsthandwerk, Textilien, Korbwaren, Geschirr, Lederwaren, Reformwaren und anderes sind im Marktangebot. Fleischwaren, aber auch diverse Milchprodukte und Backwaren werden von den meisten Standlern großteils selber erzeugt, Auch diverse alte Obstsorten aus Hausund Bauerngärten werden angeboten. Irgendwann scheint es so, als ob man hier, direkt auf diesem Platz bleiben könne, um zu erleben: Irgendwie möchte man Salate mit allen Arten von Kohl und bunten Karotten kochen, vor allem diese lustigen schwarzen Kartoffeln, ein ganzes Jahrzehnt lang Cheddar essen und einen Strauß frischer Blumen kaufen. Und aus irgendeinem Grund möchte ich lokale Gerichte bekommen, bei denen die Köstlichkeiten noch schmackhafter und attraktiver wirken. Die Schranne als Treffpunkt Auf dem Wochenmarkt trifft auf das bunt gemischte Menschen sowohl Einheimische als auch Touristen. Die einen, die regelmäßig ihre Besorgungen auf der Schranne machen und die anderen, die sie als einen guten Ort der Kommunikation, zum Mittagessen oder zum herumlaufen auserkoren haben. Und auch das rege Treiben der Einkäufer, das man genießen kann. Die Imbissstände werden gerne besucht und dienen nicht nur zur leiblichen Stärkung, sondern oft auch als geselliger Treffpunkt für Veranstaltungen, Vorstellung und Degustationen. Spaziert man so zwischen den schön geschmückten Ständen, spürt man sofort den ganz besonderen Charme dieses Marktes. Lokale Preise sind durchaus akzeptabel, auch für Touristen, und es macht allein schon Freude, das breite Angebot bei einem Gang durch den Markt zu erforschen; die Qualität der Produkte ist erstaunlich! Es gibt eine ehrliche Beziehung zwischen Verkäufer und Käufer: Auge in Auge. Die Landwirte sehen, wie Kinder von ihren Produkten groß und stark werden, die Käufer sind von den ehrlichen Absichten der Landwirte überzeugt und bereit, ihnen zu helfen. 19

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