Aufrufe
vor 2 Jahren

ALPGOLD | HERBST 2017

  • Text
  • Berchtesgaden
  • Salzburger
  • September
  • Reichenhall
  • Salzburg
  • Porsche
  • Berchtesgadener
  • Oktober
  • Ausflugsziel
  • Almen

Das Tor zum Steinernen

Das Tor zum Steinernen Meer 28 Man muss in Berchtesgaden nicht ans Mittelmeer fahren, um an ein Meer zu gelangen. Hierfür reicht schon die Überfahrt mit dem Schiff über den Königsee nach St. Bartholomä. Von hier gelangt man zum Funtensee, dem Tor ins Steinerne Meer. Allerdings darf man nicht den Fehler begehen und einen Strand mit Bademöglichkeit erwarten. Vielmehr handelt es sich beim Steinernen Meer um ein Meer aus Steinen. Dieses Meer aus Steinen umfasst eine rund 150 km 2 große, weitgehend vegetationslose wellige Hochfläche zwischen dem Funtensee im Norden und dem Riemannhaus im Süden, sowie dem Großen Hundstod im Westen und dem Brandhorn im Osten. Die Zugänge zu dieser Hochfläche sind allesamt weit und beschwerlich, den einfachsten Zugang vermittelt der Aufstieg vom Königssee über die sogenannte Saugasse. Er ist als einziger Weg einigermaßen ausgebaut und weist keine versicherten Stellen aus. Wobei auch dieser Weg zum Teil ausgesetzt an den Steilufern des Königssees entlang führt. Nach der - möglichst frühzeitigen - Überfahrt mit dem Linienschiff über den Königsee und dem unvermeidlichen "Echo" leitet der Anstieg zunächst gemächlich von St. Bartholomä am Seeufer in südlicher Richtung entlang. Nachdem die weite Schotterfläche überquert ist, führt der Weg breit ausgebaut in das Steilufer des Königsees hinein. Bald gelang man an den imposanten Wasserfall des Schrainbachs, der den Weg im unteren Teil begleiten soll. Am Ausgang einer engen Schlucht wird der Bach auf einer

Brücke überquert. Kurz darauf gelangt man zu einer schönen Aussicht zum Obersee und den dahinter gelegenen Teufelshörnern. Nachdem das Steilstück des Hochstiegs überwunden ist, führt der Weg weit oberhalb des Schrainbach nun flacher verlaufend in das Schrainbachtal hinein. Bei der Schrainbach-Holzstube, die früher als Übernachtungsort für die hier tätigen Holzknechte diente, wechselt der Weg noch einmal über den Bach hinweg und leitet in wechselnder Steilheit in den imposanten Talkessel der verf. Unterlahneralm. Aus diesem Kessel führt nur ein Weg heraus, die Steilrinne der sog. Saugasse. Diese wird durch mehr als 30 Kehren in relativ angenehmer Steigung überwunden. Durch ein natürliches Felstor gelangt man in das Hochtal der ehemaligen Oberlahner Alm. Hier befindet man sich eigentlich schon am Unteren Ende des Steinernen Meeres. Die noch üppige und urwüchsige Bergwaldvegetation lässt einen aber noch nicht an ein Meer denken. Hierzu muss man erst am Kärlingerhaus und dem Funtensee vorbei. Das zieht sich aber noch ein Stück, zunächst muss nach dem Hochtal ein weiterer Geländerücken über die sog. Kleine "Saugasse" überwunden werden. Wenn von links der Steig, der von der Wasseralm zum Kärlingerhaus führt, einmündet, hat man fürs erste die Steigungen hinter sich. Nun geht es leicht bergab in den Kessel des Funtensees. Oberhalb des Funtensees lädt das Kärlingerhaus zur Rast, oder besser noch zu einer Über- 29

AUSGABEN

ALPGOLD WINTER 2019/2020
ALPGOLD Advents Zauber 2019
ALPGOLD Herbst 2019
ALPGOLD SOMMER 2019
ALPGOLD FRÜHLING 2019
ALPGUIDE 2019
ALPGOLD WINTER 2018/2019
ALPGOLD | Advents Zauber 2018
ALPGOLD Herbst 2018
ALPGUIDE 2018
ALPGOLD Sommer 2018
ALPGOLD Frühling 2018
ALPGOLD Winter 2017/2018
ALPGOLD Weihnachtszauber 2017
ALPGOLD | SOMMER 2017
ALPGOLD | FRÜHLING 2017
ALPGOLD | SOMMER 2015
ALPGOLD | FRÜHLING 2015
ALPGOLD | WEIHNACHTSMÄRKTE
ALPGOLD | WINTER 2014/15
ALPGOLD Magazin Herbst 2014
ALPGOLD | SOMMER 2014