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ALPGOLD Frühling 2018

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Deutschlands schönster

Deutschlands schönster Nationalpark wird 40

Es ist eine geheimnisvolle Szenerie, die Landschaft zu Füßen des mächtigen König Watzmann. Das Wahrzeichen des Nationalparks, ein 2.713 Meter hohes, formschönes Monument aus Ramsau-Dolomit und Dachsteinkalk, blickt seit Menschengedenken hinab auf sein Reich: den Königssee, das Hagengebirge, den Hochkalter und das Steinerne Meer. Seit genau 40 Jahren steht diese einzigartige Landschaft als „Nationalpark Berchtesgaden“ unter einem ganz besonderen Schutz. 40 Jahre Nationalpark Berchtesgaden – ein guter Grund zum Feiern! Doch die Wurzeln des Schutzgebiets reichen noch weiter zurück. Sehr viel weiter. Bis in die Zeit der Mythen und Legenden. Der Sage nach herrschte einst der unbarmherzige König Watzmann mit seiner Frau und sieben Kindern über das Land. Nach einer besonders grausamen Tat der Königsfamilie betete eine Bäuerin zu Gott, er möge die bösen Herrscher versteinern. Ihr Gebet wurde erhört. Da klingt es fast ein wenig nach „Wiedergutmachung“, dass rund um Watzmann und Königssee heute eine Fläche von 210 km 2 als Nationalpark einen besonderen Schutz genießt. 55 Säugetierarten finden hier ein zu Hause, darunter so außergewöhnliche Vertreter wie Steinböcke, Murmeltiere oder Gemsen. Und der Steinadler, stolzer „König der Lüfte“, nistet hier mit fünf Paaren als eine von insgesamt 100 Brutvogelarten. Ein Steinadlerpaar zieht seine Kreise im Klausbachtal, dem Tal, in dem sich wahre botanische Raritäten verstecken: Der älteste Baum des Nationalparks ist eine von Leben, Wind und Wetter gezeichnete Zirbe – nur rund dreizehn Meter hoch aber über 800 Jahre alt. Sie keimte einst hoch oben im Sittersbachtal, da gründeten die Inka gerade im weit entfernten Peru die Stadt Cusco und Amerika war noch lange nicht entdeckt. Heute vereinen sich im Nationalpark Berchtesgaden zwei auf dem ersten Blick gegensätzliche Philosophien: Wildnis trifft auf Tradition. Und es funktioniert, wenn auch nicht immer auf den ersten Blick. Chaos und Verwahrlosung – dieser Eindruck mag entstehen, wenn man an einigen Stellen zu Füßen des Watzmanns die 37

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